Fürstlich Reußischer Marstall

Anschrift: Greiz, Marstallstraße 6
Baujahr: 1870
Bauherr: Serenissimus Heinrich XXII., Fürst Reuß ältere Linie, Greiz
Architekt: Landbaumeister Edmund Oberländer
jetzige Besitzverhältnisse: Öffentliche Hand
Nutzung: Städtische Verwaltung

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Wir sehen einen repräsentativen lang gestreckten Bau aus gelbem Backstein. Die Fassade ist reich untergliedert und mit rotem Backsteindekor geschmückt.
Die Vorfläche harrt nach einer würdigen Gestaltung.

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Widmungstafel aus Terrakotta. Die Inschrift nennt den fürstlichen Bauherren und das Baujahr.

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Reiterrelief aus Terrakotta, das auf die Bestimmung des Gebäudes hinweist.

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Portal mit Widmungstafel

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Mittelrisalit über dem Portal des rechten Flügels

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Bekrönung des Mittelrisalits

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Sämtliche Fassadenöffnungen sind gerade überbrückt. Die Untersicht ist streng waagerecht. Die Fugen weisen zu einem angenommenen gemeinsamen Mittelpunkt.
Elegante Verdachung des Fensters . Die neuzeitlichen, sehr breiten Fensterrahmen können nicht überzeugen.

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Fensterpartie der ersten Etage

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Fensterpartie der zweiten Etage

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Bekrönung mit Reiterrelief

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Reiterrelief in näherer Aufnahme

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Hauptgesims

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Mansardenfenster

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Hauptgesims in Nahaufnahme

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Vertieftes Mauerdekor

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Fassadenpartie des rechten Flügels. Man beachte die Blendfenster

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Großes Blendfenster

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Lüftungsöffnungen. Am Marstallgebäude befinden sich zahlreiche Lüftungsöffnungen, die ähnlich gestaltet sind. Sie haben eine Terrakottaeinfassung, die eine kreuzförmige Öffnung frei lässt. Die hier gezeigte Öffnung ist an der Rückfront des Marstalls, die zur Breuningstraße weist, zu sehen.

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Detail des Mauerwerks des Marstallgebäudes. Bearbeitung der Fugen mit halbrunder Fugenkelle.

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Rückfront zur Breuningstraße

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Das Marstallgebäude vom Süden her gesehen. Auch von dieser Seite stellt sich der Marstall als bemerkenswerter gründerzeitlicher Repräsentationsbau dar.

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Leider wurde das Dach in nicht stilgemäßer Weise ausgebaut und damit das Erscheinungsbild beeinträchtigt.

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Dieses Artefakt sollte im Rahmen einer Restaurierung des Gebäudes zurückgebaut werde.
Treppenhaus im Marstall

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Detail Treppengeländer I

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Detail Treppengeländer II

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Detail Treppengeländer III

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Kutschstall

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Zwei Tore des Kutschstalls

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Die nach Nordost weisende Gesamtfront des Kutschstalls (Kutschremise) mit fünf Toren

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Vier Tore des Kutschstalls. Im Obergeschoss eine Ladeöffnung für den Oberboden. Rechts der hölzerne Treppenaufgang zum Oberboden.

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Vier Tore in näherer Sicht

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Die drei westlichen Tore in schräger Sicht. Man beachte den großen Überstand des Daches.

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Die Balken des weit überstehenden Daches

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Treppenaufgang zum Oberboden

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Treppenaufgang 2

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Flache Wölbung eines Torbogens, darüber Fenster des Oberbodens

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Pfeiler zwischen zwei Toren

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Detail eines Torbogens mit Aufhängung des Tores

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Detail des Mauerwerks, halbrund leicht vertiefte Fugen

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Der Fürstliche Marstall zu Greiz ist ein großartiges, sehr frühes Monument gründerzeitlichen Bauens in der ehemaligen Residenzstadt Greiz. Zugleich ist er ein seltenes Zeugnis der Bautätigkeit aus dieser Zeit für die unmittelbaren Zwecke des regierenden Fürstenhauses Reuß-Greiz. Sein Umfeld sollte eine Gestaltung finden, damit das Gebäude als außerordentliche Sehenswürdigkeit der Stadt wahrgenommen werden kann. Die sich an den Marstall anschließende Reithalle sollte ihre gebührende Zuwendung erhalten. Die jetzige Präsentation mit den ungepflegten Nebengebäuden, dem wild gewachsenen Grün und dem Parkplatz wird der Bedeutung des Gebäudes nicht gerecht.

Das Marstallgebäude mit Reithalle und Kutschstall stellt ein bemerkenswertes gründerzeitliches Bauensemble dar, das für höfische Zwecke des reußischen Fürstenhauses errichtet wurde.
Um den ehemaligen Residenzcharakter der Stadt Greiz gebührend herauszustellen, ist es ein wichtiges Anliegen, den Gebäudekomplex Marstall wirkungsvoll zu präsentieren.

Stand Juni 2011

 
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