Ehemaliges Blindenheim
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Ehemaliges Blindenheim
Innenansicht Teil 1
Innenansicht Teil 2
Ausblicke
Feierabendhaus
Historisches

 
Anschrift: Königs Wusterhausen, Luckenwalder Straße 64
Errichtet als: Heim für deutsche Blinde
Baujahr: 1899-1901
Bauherr und ursprünglicher Träger: Hermann-Schmidt-Stiftung
Finanzielle Grundlage: Vermächtnis des Hamburger Kaufmanns Hermann Wilhelm Schmidt und seiner Ehefrau Caroline Anna Schmidt.      (MEIXNER 2014) Die Eheleute hatten 1889 in einem gemeinsamen Testament verfügt, dass die Hälfte ihres Nachlasses für eine Blindenanstalt verwendet werden solle. (MEIXNER 2014)
Protektor des Heimes und Stifter des Baugrunds aus dem kaiserlichen Hofkammergut: Kaiser Wilhelm II.
Architekt: Gotthilf Ludwig Möckel 1838-1915
Jetzige Nutzung: Brandenburgische Schule für Blinde und Sehbehinderte Königs Wusterhausen

Außenansicht

Der Gebäudekomplex Blindenheim

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liegt auf einem weitläufigen Gelände.
Das Grundstück ist von einer stattlichen alten Einfriedung umgeben.

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Wir sehen gemauerte Backsteinsäulen mit glasierten Abdeckungen und schmiedeeiserne Zaunfelder. Mehrere Tore erschließen das Gelände: Linkes Tor,

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mittleres Tor,

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rechtes Tor.

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Die Gestaltung der Mosaikinschrift "Feierabendhaus für Blinde" ist bereits vom Jugendstil geprägt,

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obwohl das Tor selbst wie auch der gesamte Gebäudekomplex stilistisch maßgeblich der Gründerzeit zuzuordnen sind.
Der Name "Hermann-Schmidt-Stiftung" prangt an der Fassade des Hauptgebäudes, über dem Hauptportal.

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Die Schriftgestaltung hier ist noch gründerzeitlich.

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Wir sehen uns nun eine Reihe von Details der großartigen Anlage an.
Mittelrisalit des Hauptgebäudes. Wir sehen die Verbindung von Backstein, Mauerwerk und Fachwerk.

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Mosaikarbeiten über dem Hauptportal

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Die beiden mittleren Mosaiken über dem Hauptportal zeigen die Stifterfiguren Kaiser Wilhelm II. und Kaiserin Auguste Viktoria.

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Unterbau einer Terrasse

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Fachwerkgiebel

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Runderker

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Erkerfuß

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Dreizügiges Fenster

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Mansardenfenster

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Schmiedearbeiten am Hauptportal

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Kunstgeschmiedete Türbänder.

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Der Türgriff passt nicht richtig dazu
Balkon über dem Hauptportal, im Hintergrund Mosaiken

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Runderker mit Mosaik

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Hauptportal mit Freitreppe

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Mittelrisalit aus seitlicher Sicht

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Gesamtansicht von links, man lasse den Anblick der schlossartigen Anlage auf sich wirken

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Nebengebäude links

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Detail der Seitenfront des Hauptgebäudes

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Verbindungsgang zwischen Hauptgebäude und Torhaus links

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man beachte die schmückenden Eisenbänder
Mansardenfenster am Nebengebäude,

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sorgfältige Zimmermannsarbeit an den Fenstern wie auch am Fachwerk
Giebel des Nebengebäudes

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Nebengebäude, Torhaus und Seitenfront des Hauptgebäudes

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Formschöne Fensteröffnung an einem Nebengebäude

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Fassadendetails Nebengebäude

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kleiner Fachwerkgiebel

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großer Fachwerkgiebel

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Nebenpforte

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Rückfront des Hauptgebäudes, vom Innenhof her gesehen

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Gebälk eines Verbindungsganges,

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sorgsam gemauerter Dienst für das Gebälk

Eisernes Türband

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Fassadendetail

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Nebengebäude,

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auch der Schornstein ist original gründerzeitlich gestaltet
Dachdetail mit Schornstein

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Freitragende Freitreppe am Hauptportal von der Seite

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schmiedeeiserne Verzierung an der Freitreppe

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Weinrebenmosaiken an den beiden Runderkern

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Kleiner Altan, die Balustrade sowie das Eckpostament sind reich mit Formsteinen geschmückt

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Terrasse mit schmiedeeisernen Geländer und Stützpfeiler

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Detail der Fassade mit Stiftermosaik 1

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Detail der Fassade mit Stiftermosaik 2

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Seitlicher Altan

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Postament an einem Altan

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Detail des Sockels am Eingang

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Hauptgebäude aus südöstlicher Richtung

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Westlicher Altan am Mittelrisalit

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Balustrade des Altans

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Abschließend kann gesagt werden, dass der Gebäudekomplex der "Hermann-Schmidt-Stiftung" in seiner prachtvollen architektonischen Ausgestaltung im Stil der Spätphase der Gründerzeit eine hervorragende Sehenswürdigkeit Königs Wusterhausens darstellt. Sie kann ohne weiteres mit dem Schloss König Friedrich Wilhelms I., das Altministerpräsident Stolpe einmal treffend als "urig" bezeichnete, konkurrieren. Leider wird die Stiftung von Besuchern der Stadt zumeist nicht wahrgenommen. Das sollte sich ändern.
Der Gebäudekomplex der Stiftung wurde restauriert und befindet sich in präsentablem baulichem Zustand. Neben dem reichen Gebäudeschmuck, der die Anlage einem Schloss vergleichbar macht, fällt ins Auge, dass überall edelste Materialien verwendet wurden, die die Zeiten gut überdauert haben. So zeigen namentlich die Backsteine kaum Verwitterungsspuren. Nach der Reinigung wirken sie wie neu.

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