Innenstadt 2


Aufwändiger geschmückt ist das große Eckgebäude Bahnhofstraße 8 / Karl-Marx-Straße 1.

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Der Gebäudekomplex ist 1892 entstanden.

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Die Fassade des Gebäudes wurde renoviert. Das ist sehr erfreulich. Wir sehen sehr schöne steinerne Fenstereinfassungen

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und in Sandstein gearbeitete plastische Ornamentbänder.

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Bedauerlicherweise hat man in der unteren Etage die Sandsteinelemente weiß angestrichen, während im Obergeschoß der Naturstein gut zur Geltung kommt.

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Generell sollte man die natürliche Schönheit von Naturstein nicht übermalen. Das gleiche gilt für Backstein. Auch er wirkt durch seine originale Farbe und Oberfläche. Wir sehen, dass zwischen den beiden Etagen ein Streifen mit dunkler Farbe übermalt wurde.

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Man vergleiche die Wirkung des Sandsteins im Obergeschoß und der weißen Farbe in der unteren Etage im Detailbild.

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Wir zeigen weitere Details des Gebäudes:

Erkerartiger Turm Er springt aus der Fassade vor und belebt den Anblick. Leider hat er seine Haube eingebüsst. Zwischen dem Turm und dem vorspringenden Gebäudeteil ganz rechts sehen wir auf zwei Etagen Balkone. In ihrer jetzigen Gestalt sind es Artefakte, die so nicht zur originalen Fassadengestaltung gehören. Sie stören die Ästhetik des Gebäudes.

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Dachpartie mit schönen Gesimsen und einem originalen Mansardenfenster

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Mansardenfenster in Nahaufnahme

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Hauptgesims mit Ziergebälk und Zahnleiste

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Brandmauer zum Nachbargrundstück rechts. Auch diese Brandmauer ist verziert. Wir sehen sogar einen schmiedeeisernen Zieranker. Die Mauerkrone trägt ein reizvolles Gitter.

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Vor der Fassade zur Karl-Marx-Straße wurde der Vorgarten belassen und der sehenswerte schmiedeeiserne Zaun restauriert. Ein schönes Beispiel gründerzeitlicher Schmiedekunst

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Betreten wir den Hof über die Einfahrt Karl-Marx-Straße 1, erblicken wir Bleiverglasungen im Treppenhaus

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Hofansicht des Gebäudeflügels Bahnhofstraße 8

Der Balkon kann nicht überzeugen

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Nebengebäude auf dem Hof

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Auch diese Gebäude sind nicht ohne Schmuck.
Überwölbung der Türöffnungen

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Verzierungen am Giebel

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Wenn auch einige kritische Anmerkungen zu machen waren, zeigt doch der Gebäudekomplex bemerkenswerte gründerzeitliche Schönheiten.

Schauen wir uns weitere Gründerzeitgebäude in der näheren Umgebung an:

Bahnhofstraße 21
Wir zeigen nur die Haustür. Die übrige Fassade ist geglättet und des früheren Dekors entkleidet. Die Haustür ist zwar einfacher Machart, aber sie lässt doch noch original gründerzeitliche Schönheiten erkennen.

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Bahnhofstraße 4
Wenn wir uns ausführlich das Obergeschoss anschauen, sind wir beeindruckt. Das gründerzeitliche Dekor ist recht gut erhalten.

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Das Erdgeschoß ist dagegen komplett verdorben: Glättung der Fassade, Veränderung der Öffnungen, fatale Wandfliesen.

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Es lohnt sich dennoch, einige Details zu betrachten:
Tympanon mit Pflanzenornament, darunter Ornamentsleiste, unterbrochen von einer Konsole

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Konsole und Ornamentsleiste in Nahaufnahme

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Zwei Fenster, der Zwischenraum ist mit einer Herme geschmückt

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Herme: Weibliche Halbfigur, die unter einer Säule ausläuft

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Gesicht der Herme

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Früchtegebinde

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Karl-Marx-Straße 2
Gebäudeecke, die Bekrönung der Ecke fehlt. Das Treppengeländer zum Ladengeschäft passt stilistisch nicht.

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Fassade zur Karl-Marx-Straße, besonders hervorzuheben der Balkon

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Balkon aus der Nähe

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Mansardenfenster, Hauptgesims und Fensterverdachungen im 1. Stock

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Haustür: Farbgestaltung und Türgriff können nicht überzeugen

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