Innenstadt 4

Cottbuser Straße 51

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Es handelt sich um ein 1896 errichtetes Gebäude. Das Tympanon lässt darauf schließen, dass die Fassade einstmals reich geschmückt war.


Tympanon in Nahaufnahme. Die Gestaltung des Tympanons mit seinem Stuckrelief ist nicht frei von Beschädigungen. Wir erkennen eine Maske, Kartusche mit der Jahreszahl sowie reiche florale Ranken.

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Unter der Dachrinne sind noch Reste des Hauptgesimses zu erkennen.

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Betrachten wir das Haus in seiner ganzen Größe, erblicken wir ein beklagenswertes Bild. Das Stuckdekor wurde abgeschlagen und durch einen Rauhputz ersetzt. Moderne Fenster wurden eingesetzt. Das Dachgeschoss wurde ausgebaut und mit unpassenden Mansardenfenstern versehen.

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Von der gründerzeitlichen Schönheit ist nicht mehr viel übrig. Immerhin sollte das kunstvolle Relief des Tympanons erhalten und restauriert werden.

Haus Kirchsteig 1

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Hinter dem Bahnhof, am Beginn des Kirchsteiges, steht ein stattliches Gründerzeitgebäude. Wer mit der Eisenbahn in den Bahnhof einfährt, kann das Gebäude sehen. Die Fassade ist ganz aus gelbem Backstein errichtet. Deshalb ist der ursprüngliche Zustand noch weitgehend erhalten. Man brauchte nur eine Reinigung der Backsteine und Fugenpflege vorzunehmen und könnte so ein bauliches Schmuckstück zurückgewinnen. Freilich gibt es noch einige andere Schönheitsfehler, etwa die unpassenden großflächigen getönten Thermoscheiben im Mansardenbereich, das unsensibel angebrachte Balkondach, die unschöne Vergitterung des Vorgartens. Das alles kann aber nicht vergessen machen, dass wir ein prachtvolles, sehenswertes Gründerzeitgebäude vor uns haben.
Hier einige Details:
Südfassade mit schönen Blendfenstern

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Ansicht vom Kirchsteig aus

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Hofseite

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Balkon mit dem "schönen" Dach

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Schräg gestellter Erker an der Gebäudeecke

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Seitenfenster des Erkers

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Fenster mit interessanter Wölbung. Die Untersicht ist waagerecht, trotzdem ist es eine echte Wölbung, da die Steine der Überbrückung konzentrisch schräg gestellt sind. Beachtenswert auch die Formsteine der Seiteneinfassungen.

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Waagerechte Überbrückung der Fensteröffnung in Nahaufnahme

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Blendfenster

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Kellerfenster, auch hier der scheitrechte Sturz, darüber Sims

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Detail eines Blendfensters

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Formsteine an der Begrenzung einer Wandvertiefung

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Blick in die Loggia unter dem Balkon

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Blumengeschmückte Brüstung der Loggia, links Erker

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Pilaster

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Hauptgesims

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Bekrönung des Mittelrisalits, störend die Fensterscheiben

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Mansardenfenster über dem Hauptgesims

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Haus Kirchsteig 1 ist bemerkenswert gut erhalten. Es zeigt viele schöne architektonische Details. Wir wünschen dem Gebäude eine sachkundige Rekonstruktion. Schon jetzt lohnt sich ein Besuch.

Haus Gorkistraße 27

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An der Ecke Gorkistraße/Eichenallee steht ein gründerzeitliches Wohnhaus. Das Hochparterre ist verputzt, die erste Etage ist in Backstein gestaltet. Das Putzdekor ist hell abgesetzt. Die Fassade ist restauriert und macht einen guten Eindruck. Die angeschrägte Ecke des Gebäudes ist im Mansardenbereich erhöht. Die sehr hell gestrichenen Fassadendekors kontrastieren zu stark zum Backsteinuntergrund.

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Fensterpartie und Gestaltung von Gebäudekanten mit aus Putz gestalteten Blöcken.

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Angeschrägte Gebäudeecke. Im Mittelpunkt eingefasstes Fenster mit Verdachung.

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Dreizügiges Fenster vor Backsteinhintergrund. Erfreut stellen wir fest, dass alle Fensterrahmen stilistisch der Gründerzeitfassade angeglichen sind. Das verstärkt in hohem Maße die Wirkung der stattlichen Fassade.

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Dreizügiges Fenster vor dem hellen Hintergrund des Hochparterres

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Fensterdetail. Man beachte die stilvoll gestalteten Rahmen.

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Die Fassadenfarbe ist zwar etwas hell, aber das Renovierungsergebnis ist durchaus eindrucksvoll.

Grundstück Gorkistraße 26

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Auf dem Grundstück befinden sich Reste einer Brauereiniederlassung.
Das Gebäude ist überformt, aber man sieht doch noch unverkennbare gründerzeitliche Gestaltungsmomente.
Angeschrägte Ecke des Gebäudes

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Fassadendekor. Wir sehen, dass noch ansprechende Gebäudepartien erhalten sind.

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Fassadenpartie mit der angeschrägten Gebäudeecke, dem Hauptgesims und einem mit Backstein eingefassten Fenster

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Hauptgesims

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Dekorative Dachaufbauten

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Die zinnenartigen Aufbauten verleihen dem Gebäude den Anschein eines Kastells.

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Eckpilaster

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Haus Gorkistraße 3

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Über einem roten Backsteinsockel erhebt sich ein zweistöckiges Gebäude. Es wird geprägt von hellen glatten Putzflächen und rotem Backsteindekor.
Die Fassade wird durch einen erhöhten Risalit belebt, der nicht in der Mitte der Front steht, sondern nach links verschoben ist.

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Fenster der Seitenfront. Wir sehen Backsteineinfassungen und flache Wölbungen. Die Fensterrahmen sind zwar modernisiert, aber doch stilistisch etwas angeglichen, so dass ein akzeptabler Effekt entsteht.

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Fensterwölbungen unter dem Hauptgesims

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Einzelfenster

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Detail des Fensters, man beachte das gut erhaltene Backsteindekor.

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Partie des roten Backsteinsockels mit Souterrainfenstern und Sims.

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Seitenansicht des vorspringenden Risalits der Straßenfront.

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Straßenfront von rechts

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Hofseite

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Detail der Hofseite

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Rundes Fenster über der Haustür

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Wir haben kein überreich geschmücktes Gründerzeithaus vor uns. Das einfache Backsteindekor ist bestens erhalten und kaum verfälscht. Die ursprüngliche Wirkung ist noch gut zu erkennen. Es lohnt sich, das schöne Gebäude anzuschauen.

 
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