Arnold-Stift
Beitragsinhalt
Arnold-Stift
Die Südostecke
Portal und Kapelle
Die Grabanlage
Die Gartengestaltung

Portal und Kapelle

Das hölzerne Portal hat schmückende, kunstgeschmiedete Beschläge.

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Griechische Säulen flankieren das Portal. Beidseitig über dem Portal sehen wir in den Zwickeln das Symbol der Jakobsmuschel. Das Zeichen zeigt den Schutz für fromme Pilger an. Es verspricht Gastfreundschaft.

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Über dem Portal wölbt sich ein romanischer Bogen, der ein Oberlichtfenster einfasst.

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Das halbrunde Fenster ist mit einem Kunstschmiedegitter geschützt. Es ist auch von innen sehr schön zu sehen. 

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Links neben dem Portal schließt sich die Hauskapelle an.

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An der Südwand der Kapelle lehnt wie ein Epitaph ein großes steinernes Wappenschild.

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Engel flankieren das Wappen. Es ist das Wappen der Stadt Greiz.

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Engelsfigur zur Rechten des Wappens

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Wappen der Stadt Greiz mit dem reußischen Löwen in Nahaufnahme

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Kopf eines Kindes unterhalb des Wappens

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Kopf des Kindes in Nahaufnahme

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Löwenhaupt über dem Wappen

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Löwenhaupt in Nahaufnahme

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Gesamtansicht der feierlichen und symbolträchtigen Wappenanlage

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Neue Details der Fassade

Östliche Hoffassade mit Nebenportal

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Hoffassade oberer Teil. Es fällt auf, dass die Hofseite nicht wie die Außenfassaden mit Backsteinen verkleidet ist.

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Nordwestliche Gebäudekante mit Ziergiebel

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Der große Ziergiebel über der Westfassade

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Partie der Westfassade mit Natursteinsockel

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Partie des Natursteinsockels

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Zwei Fenster Hochparterre

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Blick aus Richtung Nordwest zur vorgelagerten Stiftskapelle

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Stiftskapelle, darunter Tordurchfahrt

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Chor der Stiftskapelle

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Sockelpartie der Stiftskapelle

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Der Sockel der Stiftskapelle aus bossierten Granitblöcken unterschiedlicher Größe

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Der eindrucksvolle Baukörper des Arnoldstifts auf seinem erhöhten Platz am Roth, gesehen aus südwestlicher Richtung mit Standort auf den Elsterwiesen am nördlichen Ende des Greizer Parks.

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Passiert man das Portal, betritt man eine gewölbte, von schweren Säulen abgestützte Halle.

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Der Fußboden ist noch mit Fliesen aus der Entstehungszeit belegt.

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Links führt eine Treppe in die Hauskapelle.

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Sie ist von atemberaubender Pracht und Schönheit. Die gesamte Ausstattung, Fenster, Ausmalung, Gestühl, hölzerne Empore, stammt original aus der Entstehungszeit. Ein so ursprünglicher, unverfälschter Erhaltungszustand eines Interieurs ist selten zu finden. Hier ist nachvollziehbar, wie der historisierende Gründerzeitstil alle Gestaltungsbereiche durchdringt.

Feierliche Glanzstücke der Kapelle sind die drei großen bleiverglasten Fenster. Sie wurden von der Werkstatt A. Lüthi, Frankfurt/Main gefertigt.

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Im Mittelfenster befindet sich die großflächige Glasmalerei "Der auferstandene Jesus mit den Jüngern in Emmaus"

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Die Fenster zu beiden Seiten zeigen Pflanzenornamente.

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Die Farben der Fenster kommen in der Nachmittagssonne besonders gut zur Geltung.

Die Wände sind mit verschwenderischen üppigen Ornamenten bemalt.

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Wir sehen unter anderem prachtvolle Akanthusranken. 

Auch die Kanzel ist als originales Ausstattungsstück erhalten.

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Sie ist mit Schnitzarbeiten verziert und trägt im kunstvoller Schrift den Psalm: "Der Herr ist mein Hirte".

Das Arnoldstift vom neuen Friedhof aus gesehen

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Ansicht von Krümmetal aus mit Krümmeteich

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Südfassade vom Tal her gesehen, links ist die Stiftskapelle zu erkennen

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Stiftsturm

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Haube des Stiftsturms

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Südfassade hinter Bäumen

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Stift auf der Anhöhe über dem Krümmetal

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Südostgiebel

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Blick von den nördlichen Ausläufern des ehemals Fürstlichen Parks in Richtung Arnoldstift. Das Stift steht auf halber Höhe vor dem bewaldeten Rücken des Roth. In der Mitte des Bildes, wo der Rothberg zum Krümmetal sich absenkt ist der Pulverturm zu erkennen.

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Das Arnoldstift, aus der gleichen westlichen Blickrichtung etwas näher. Majestätisch thront das schlossartige Gebäude auf der Anhöhe. Rechts oben der Pulverturm.

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Es kann gesagt werden, dass sich das Arnold-Stift baulich in sehr gutem Zustand befindet. Der Gebäudekomplex wurde liebevoll restauriert, sicherlich zur Freude der Bewohner. Schade nur, dass die Öffentlichkeit nicht viel von den Schönheiten wahrnimmt.
Das Arnold-Stift ist eine Greizer Sehenswürdigkeit ersten Ranges. 

Historische Abbildung aus dem Jahr 1900 mit Blickrichtung vom ehemaligen Fürstlichen Park her. Das gerade fertiggestellte Stiftsgebäude steht noch völlig frei. Man sieht, dass die Pflanzungen auf dem Gelände noch ganz jung sind.

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Foto: Sammlung Schneider

Die historische Abbildung in näherer Ansicht. Wir sehen den Baukörper des Stiftes mit der vorspringenden Kapelle. Rechts vorgelagert die Terrasse.

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Foto: Sammlung Schneider

Anhand eines historischen Situationsplanes aus dem Jahre 1900 (REINHOLD 2014) können wir uns eine Vorstellung schaffen von den Gegebenheiten auf dem Gelände des Arnoldstiftes.

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Bild: Historischer Situationsplan 1900, Foto REINOLD 2014

Auf dem Situationsplan ist links die Richtung Norden. Nach links und nach oben steigt das Gelände an. Unten rechts befindet sich der Eingang zum Grundstück. In Eingangsnähe erblickt man steil ansteigende Fußwege mit Treppe zur Terrasse vor dem Stiftsportal. Auf der Terrasse ist ein Rondell zu sehen. Die Zufahrt zum Gebäude verläuft ansteigend vom Grundstückseingang nach links und vollzieht auf halber Höhe eine Kehre zum Stiftsgebäude.
Die zwei Hauptflügel des Stiftsgebäudes bilden L-förmig einen Winkel. Bergseitig entsteht dadurch ein offener Hof. Talwärts, an der Westfassade, springt die Stiftskapelle vor und kommt dadurch besonders gut zur Geltung. Unter der Kapelle befand sich, wie auf dem Plan erkennbar, eine Durchfahrt von der Zufahrt zur Terrasse. Diese Zufahrt wird als solche nicht mehr genutzt und bildet einen geschlossenen Raum unter der Kapelle.
Ostwärts, hinter dem Stiftsgebäude, steigt das Gelände weiter an. Die scharfe Wegkurve rechts oben auf dem Plan ist die Kehre einer Serpentine. Links oben in Nähe der Grundstücksgrenze ist ein Rondell eingezeichnet. Das ist der Ort, an dem später die Begräbnisstätte des Ehepaares Lina und Ernst Arnold entstand.
Es ist zu erkennen, dass das gesamte weitläufige Grundstück durch ein unregelmäßiges Wegesystem erschlossen ist.



 
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