Villa Ferdinand Arnold

Anschrift: Greiz, Papiermühlenweg 11
Baujahr: ungeklärt
Bauherr: ungeklärt
Architekt: ungeklärt
jetzige Besitzverhältnisse: ungeklärt
Nutzung: Büro

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Fotograf: Klaus Rudolf

Die Villa Ferdinand Arnold stellt unter den Greizer Gründerzeitgebäuden einen Sonderfall dar. Sie ist einerseits eine ganz typische Fabrikantenvilla, vertritt aber in Greiz, wo die Gelbklinkerarchitektur dominiert, eine andere spezielle Stilrichtung. Die Fassade zeigt glatt verputzte Flächen und reichen Sandsteinschmuck. In verspielter Weise wird das getan, was dem Historismus immer gern zum Vorwurf gemacht wird: Es werden Stilelemente verschiedener Herkunft miteinander verbunden und vermischt. Dies geschieht mit großer Souveränität und Sicherheit, und es entsteht letztlich ein großartiges beeindruckendes Gebäude, das ein harmonisches Ganzes bildet. Renaissancegiebel, gotisches Maßwerk, elisabethanisches Fachwerk, barocke Turmhaube fügen sich zu einer überzeugenden Einheit.
Das Gebäude steht am Hang des Hainberges. Die Wirkung wird dadurch, betrachtet man das Gebäude von der Talseite, noch erhöht. Es ist mit seinem markanten Dach auch aus der Ferne gut zu erkennen.

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Lässt man das Gebäude aus größerer Nähe von der Anhöhe auf sich wirken, hinterlässt es einen majestätischen Eindruck. Links daneben sehen wir das prachtvolle Nachbargebäude, Haus Papiermühlenweg 7/9.

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Die Terrasse vor dem Gebäude wurde ursprünglich von einer hohen Ziegelsteinmauer gestützt. Diese Mauer wurde zum größten Teil entfernt. Der Höhenunterschied wird durch eine Böschung und Betonelemente ausgeglichen.

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Nur ein Teil der alten Stützmauer mit einer Treppenanlage ist noch erhalten.

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Die Treppe ist durch ein altes schmiedeeisernes Tor gesichert.

Der Eingangsbereich mit dem schmiedeeisernen Tor, dem Treppenaufgang und dem Rest der Stützmauer, die sich ursprünglich nach rechts fortsetzte. Leider ging auch ein Teil der Mauerverkleidung am Treppenaufgang verloren. Denkt man sich aber die Mülltonnen weg, erkennt man noch, dass ursprünglich ein nachgerade romantischer Aufgang zur Villa führte. Es wäre reizvoll, die ursprüngliche Eingangssituation wieder herzustellen.

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Die prachtvolle kunstgeschmiedete Pforte. Rechts sehen wir den Aufgang zur Villa Ferdinand Arnold, links den zum Haus Papiermühlenweg 7/9.

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Ehemaliges Praxisschild des Orthopäden Professor Göcke. Göcke bewohnte nach dem II. Weltkrieg Villa Ferdinand Arnold und betrieb dort auch seine ärztliche Praxis. Göcke ist in der Grabstätte der Familie Max Haas begraben. Er war mit einer Tochter der Familie Haas verheiratet.

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Kunstschmiedearbeiten der Pforte  1

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Kunstschmiedearbeiten der Pforte  2

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Kunstschmiedearbeiten der Pforte  3

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Kunstschmiedearbeiten der Pforte  4

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Kunstschmiedearbeiten der Pforte  5

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Kunstschmiedearbeiten der Pforte  6

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Kunstschmiedearbeiten der Pforte  7

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Kunstschmiedearbeiten der Pforte  8

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Kunstschmiedearbeiten der Pforte  9

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Die Stützmauer mit schmiedeeisernem Terrassengeländer

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Detail des Terrassengeländers

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Detail der Stützmauer mit Sandsteinsimsen und Terrakottaziertafeln

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Ziertafel

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Blick von der über der Stützmauer gelegenen Terrasse auf Greiz. Wir sehen die beiden Schlösser und die Stadtkirche.

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Betrachten wir weitere Details des Gebäudes:
Gebäude von halb rechts,

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das Dach ist unpassend mit Schindeln gedeckt.
Historisierendes Fachwerk,

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man wird an Schloss Cäcilienhof in Potsdam erinnert.
Links unter der Traufe ein formenreicher Relieffries.

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Großer Erker mit turmartiger, charakteristischer Haube,

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prachtvoller Sandsteindekor.

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Basis und Konsolen des Erkers

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Maßwerk an der Eingangstreppe,

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überdachter Eingang.

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Am Eingang sehen wir bleiverglaste Fenster. Wir hoffen, sie später auch von innen zeigen zu können.
Der Balkon wird gerade rekonstruiert.

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Fries unter der Traufe

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Zierliche Schmiedearbeiten an der Turmspitze

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Turmspitze 

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Der machtvolle Giebel der Straßenfront

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Nähere Ansicht des Giebels. Wir sehen in der dreieckigen Giebelbekrönung die gastfreundliche Jakobsmuschel, darunter den behelmten Wappenträger mit dem Bienenwappen sowie ein kunstvoll eingefasstes dreizügiges Fenster.

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Nähere Ansicht des dreiteiligen kleinen Giebelfensters

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Wappen auf dem Giebel: Hermes mit dem geflügelten Helm präsentiert das Wappenschild mit der Biene.

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Nähere Ansicht des Wappens

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Fensteranlage des frontalen Erkers, geschmückt mit Maßwerk

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Seine Vielgestaltigkeit und der reiche und wertvolle Fassadenschmuck machen das Gebäude zu einem prachtvollen Zeugnis der Gründerzeitarchitektur. In seiner Art ist es in Greiz einzigartig. Es ist eine wichtige Sehenswürdigkeit in Greiz. Der Besucher wird zusätzlich mit einem besonders schönen Blick auf Greiz belohnt.

 
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