Firmengebäude Franz Liborius

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Foto: Sammlung Olaf Schreiber, ZeulenrodaFirma Franz Liborius, Mechanische

Wollenweberei, gegr. 1866

Anschrift: Greiz, Papiermühlenweg 12
Quelle: Historische Briefkopflithographie, datiert 1908, Sammlung Olaf Schreiber, Zeulenroda

 

Die Briefkopflithographie in näherer Ansicht. Wir sehen eine Gesamtansicht der Baulichkeiten mit Blickrichtung Ost. Im Vordergrund ist der Elster-Fluss zu sehen mit Fließrichtung nach links. Die Firmengebäude erstrecken sich am Flussufer entlang. Hinter den Gebäuden verläuft, nicht sichtbar, der Papiermühlenweg, von dem aus die Zufahrt zum Firmengelände erfolgte. Über den Baulichkeiten der Firma sind die Gebäude zu erkennen, die, auf der Ostseite des Papiermühlenweges, in erhöhter Lage, die Straße säumen. Ganz rechts ist Villa Ferdinand Arnold, Papiermühlenweg 11, zu erkennen.

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Bild: Sammlung Olaf Schreiber, Ausschnitt

Links auf dem Bild, auf der Anhöhe, ist ein einzeln stehendes repräsentatives Gebäude zu sehen. Das Gebäude ist hinsichtlich seines Standortes und seiner Funktion für die Firma Liborius nicht zuzuordnen

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Franz Liborius besaß eine im Jahre 1908 erbaute Villa in der Fritz-Reuter-Straße 7. Siehe Villa Liborious.
Der Fabrikant Franz Liborius gab wohl in den 1920er Jahren den Firmenstandort am Papiermühlenweg auf. Er konzentrierte sich auf die Mechanische Weberei Liborius & Wagner in Greiz-Dölau. Immerhin gab es 1937 (Einwohnerverzeichnis) noch einen Namensträger der Familie (Paul Liborius), der auf dem ehemaligen Firmengebäude unter der Anschrift Papiermühlenweg 10 wohnte.
Das Firmengelände Liborius übernahm die Firma Strauß & Plarre, Eisengießerei und Maschinenbauanstalt. (WIKIPEDIA)
Auf dem Neuen Friedhof in Greiz befindet sich eine Grabstätte der Familie Plarre (Artikel wird demnächst veröffentlicht).
Firma Strauß & Plarre wurde im Jahre 1874 gegründet. (WIKIPEDIA) 1923 hatte diese Firma die ehemals von Firma Liborius genutzten Firmengebäude am Papiermühlenweg 12 in Nutzung. (Stadtplan Greiz 1923)
Heute steht noch das südlichste der Firmengebäude, auf der Lithographie ganz rechts zu sehen.

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Bild: Sammlung Olaf Schreiber, Ausschnitt

 

Das Gebäude wird gegenwärtig als Wohnhaus genutzt und ist über die Anschrift Papiermühlenweg 12 erreichbar.
Wir zeigen nunmehr aktuelle Aufnahmen von dem noch erhaltenen früheren Firmengebäude. Ansicht vom Westufer des Elster-Flusses. Am Abhang des Ostufers der Elster steht unser Gebäude leicht erhöht. Darüber ist das Dach der Villa Ferdinand Arnold, Papiermühlenweg 11, zu erkennen. Diese Villa ist auch auf der oben gezeigten Lithographie zu sehen.

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Aus südlicher Richtung, von der Hainbergbrücke gesehen

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Südliche Ansicht näher. Wir sehen ein glatt verputztes gründerzeitliches Gebäude, das mit sehr wenig Dekor auskommt. Trotzdem ist die stilistische Zuordnung eindeutig. Wir weisen hin auf die Gauben der Mansardenfenster, auf das Hauptgesims, die schlanken hohen Fenster mit ihren flachen Bögen, auf die Sohlbänke. Insgesamt ergibt sich trotz aller Einfachheit eine ansprechende gründerzeitliche Wirkung.

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Frontal aus Richtung West, links die Villa Ferdinand Arnold

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Frontal aus Richtung West näher

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Frontal aus Richtung West. Links an das Gebäude angelehnt ist der Stumpf eines Fabrikschornsteins zu sehen. Dieser Schornstein ist auch auf der historischen Lithographie zu sehen, damals noch in voller Größe.

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Der Schornsteinstumpf mit Abdeckung in näherer Ansicht.

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Ansicht des Gebäudes mit dem davor verlaufenden Elsterfluss. Man sieht wie beengt das ehemalige Fabrikgelände zwischen Flur und Papiermühlenweg, und auch noch steil ansteigend, hier war.

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Ansicht näher, ohne Fluss. Auf halber Höhe zwischen Villa und Schornsteinstumpf, ist das Geländer des Papiermühlenweges zu erkennen.

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Ansicht aus Südwest 1

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Ansicht aus Südwest 2

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Detail des Mansardenfensters

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Ansicht vom Papiermühlenweg aus nordöstlicher Richtung. Im Hintergrund die Greizer Neustadt sowie Tannendorf. Im Vordergrund unser Gebäude mit dem abgedeckten Schornsteinstumpf.
Wir freuen uns, dass wir ein Restgebäude der ehemaligen bedeutenden Firma Franz Liborius, später Fa. Strauß & Plarre, zeigen konnten. Wir danken Herrn Olaf Schreiben, Zeulenroda, für den Hinweis auf das ehemalige Firmengelände am Papiermühlenweg 12 und für die historische Lithographie der Fa. Franz Liborius.

Quellen:
Einwohnerverzeichnis Greiz 1937
Pharus-Plan Greiz 1923
Sammlung Olaf Schreiber
WIKIPEDIA: Industriebetriebe in Greiz und Umgebung, 2015

Stand Oktober 2015

 
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