Villa Gustav Wagner
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Villa Gustav Wagner
Innenansicht
Geschichte der Villa
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Anschrift: Greiz, Rosa-Luxemburgstraße 29
Baujahr: 1882
Bauherr: Gustav Wagner (1844-1894), Kaufmann, Fabrikant, Mitinhaber der Firma „Schulze & Wagner“ (siehe auch Grabstätte Gustav H. Wagner)
Architekt: Eduard Neimann, Leipzig
Bauausführung: Heinrich Hoffmann, Maurermeister Greiz

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jetzige Besitzverhältnisse: steht zum Verkauf
Nutzung: Wohn- und Geschäftsräume

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Diese Villa ist ein überaus repräsentatives Gebäude. Die Gelbklinkerfassade ist besonders reich mit wertvollen Sandsteinelementen verziert.
Das Eckgebäude steht mit zwei Fronten unmittelbar an der Straße. Die Ecke des Hauses ist abgeschrägt und durch einen majestätischen Sandsteinerker besonders ausgezeichnet.

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Das Fenster des Erkers ist von Säulen flankiert und an der oberen Rundung mit Halbreliefputten geschmückt.

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Die Fenster des Obergeschosses sind aufwändig überdacht.

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Unter dem Gebälk, zwischen den Bodenfenstern verläuft ein Zierfries aus Sandstein.

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An der linken Kante des Gebäudes befindet sich der ganz in Sandstein gehaltene Eingangsbereich.

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Der Treppenaufgang hat ein riesiges bleiverglastes Fenster.

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Das Dach des Treppenhauses ist mit Kollonaden geschmückt, die den Höhenunterschied zum Haupttrakt des Gebäudes ausgleichen.

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Einfahrt und Zaun sind nicht original. Es ist primitiver Ersatz, der den Anblick empfindlich stört.

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Die Gartenfront ist noch reicher geschmückt als die Straßenseite.

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Der Risalit ist ganz in Sandstein gehalten. Säulen, Figuren und Kollonaden schmücken die Fassade.

Der Fahrstuhlturm auf dem Dach ist höchst unpassend. Er sollte zurückgebaut werden, um den grandiosen Eindruck der Gartenfront wiederherzustellen.

Betrachten wir die Gartenfassade etwas näher:

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Wir sehen eine Fassadengestaltung von überwältigender Schönheit und Pracht.
Sandsteinrosette

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Fassadenteil rechts neben dem Mittelresalit. Besonders hervorzuheben als Rarität die originalen Schutzgitter an den Fensterbänken für die Blumenkästen

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Es ist beeindruckend, wenn alles zusammenpasst. Sogar der originale Fensterrahmen ist noch vorhanden, nach 120 Jahren.
Hauptgesims mit Gebälk, Zahnleiste, Ornamentfries zwischen den Mezzaninfenstern

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Auf dem Schlussstein entdecken wir ein „N“. Es steht für „Neimann“, Name des Architekten.
zwei Jungfrauen halten Lorbeerkränze über dem Schlussstein. Das ist hohes Lob für den Architekten, verdientermaßen.
Detail einer Eckgestaltung

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Tympanon über dem Treppenhaus

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Eichenblätterornament über den Rundbögen

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Türbogen mit Lorbeerornamenten und Akanthusblatt am Schlussstein

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Fenstervergitterung im Sockelbereich

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Löwenhaupt

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Unter dem Erker

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Ausgang zum Garten

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Detail der Türverglasung mit Schmuckgitter

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Konsole mit Löwenhaupt

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Fassadendetail mit Konsolen

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Rundfenster mit aufwändiger Sandsteineinfassung

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Ornamenttafel mit Füllhörnern, den Wahrzeichen des Reichtumns

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Giebel des Mittelrisalits, wird von Karyatiden getragen.

Auf der Kartusche im Tympanon der lorbeergesäumte Merkurstab mit den Schlangen, Sinnbild des Kaufmannsstandes

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Rechte Karyatide

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linke Karyatide

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Tafel mit Feston

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Fußabtreter am Portal Rosa-Luxemburg-Straße

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Ansicht aus Richtung Südwest