Villa Papiermühlenweg 49

Anschrift: Greiz, Papiermühlenweg 49
Baujahr: ungeklärt
Bauherr: ungeklärt
Architekt: ungeklärt
jetzige Besitzverhältnisse: ungeklärt
Nutzung: Leerstand

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Gegen Ende des Papiermühlenweges, unterhalb der Anhöhe „Schöne Aussicht“, am Hang über der Straße, in Nähe der Gaststätte „Göltzschtaleinkehr“ sehen wir die Villa Papiermühlenweg 49. In ihrer erhöhten Lage am Hang mit freiem Blick in westliche Richtung hat das Gebäude eine ausgezeichnete Lage. Von links her hat das Grundstück eine Zufahrt, man kann das Gebäude aber auch direkt von der Straße aus über eine Treppenanlage erreichen.
Das Gebäude steht gegenwärtig leer und befindet sich baulich nicht in bestem Zustand. Wir wollen die Villa aber trotzdem zeigen, denn sie weist einige Schönheiten auf. Eine Rekonstruktion würde sich auf jeden Fall lohnen. Wir haben nicht eine der palastartigen, reichen Greizer Villen vor uns, aber es handelt sich doch um ein schönes, geschmücktes Villengebäude, bei dem noch viele der ursprünglichen Schönheiten erhalten sind.
Wir sehen ein dreigeschossiges Gebäude. Jede Etage ist mit einer eigenständigen Fassadengestaltung ausgestattet.
Das Sockelgeschoss, das die Hanglage ausgleicht, ist mit unregelmäßigen Schieferblöcken verkleidet. Die Ecken und Einfassungen zeigen Sandstein. Das umgebende Gartengrundstück ist verwildert. Die erste Etage ist grau verputzt. In den Putz sind große Quader eingeritzt, so dass die Illusion großer Steinblöcke entsteht. Die Fensteröffnungen sind mit Sandstein eingefasst und geschmückt. Die Fassade des zweiten Obergeschosses ist mit rotem Backstein (leider sehr angedunkelt) verkleidet. Auch hier finden wir schönes Sandsteindekor. Die linke Gebäudeecke ist als hervortretender Turm mit Haube gestaltet.
In ihrer abwechslungsreichen Fassadengestaltung ist die Villa ein typisches Gründerzeithaus mit unverwechselbarer architektonischer Formgebung.
Betrachten wir nun einige Details näher:
Fassadenpartie, im Mittelpunkt die in den Putz geritzten Blöcke. Das Blendfenster ist wohl nachträglich vermauert.

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Wir sehen im Vordergrund den Sockel aus Schieferblöcken, die Eckgestaltung mit bossierten Sandsteinblöcken. Links im Bild der schräg vortretende Eckturm.

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Südliche Gartenfront, Risalit mit verkoppelten Fenstern, prächtige Dekorierung mit Sandstein

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Der Risalit ist bekrönt mit einem Giebel. Verkoppelte Fenster auf beiden gezeigten Risalitetagen.

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Teil des Giebels, prächtiges Hauptgesims, schmiedeeiserne Zieranker.

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Man beachte die unsensible Einfügung der Ansaugöffnung für die Gasheizung zwischen zwei Konsolsteinen.
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Ornamente als Teil der Fensterverdachung

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Verkoppelte Fenster des Giebels mit Rundbögen,

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Bekrönung des Giebels, an der Spitze ein kleiner Obelisk

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Schlussstein mit Kleeblatt unterhalb der Terrasse

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Gitter und Blumenrost an der Terrasse

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Überwölbtes großes Treppenhausfenster mit schmiedeeisernem Gitter

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Fenster mit Sandsteineinfassung und Gitter

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Dekortafel und Schlussstein

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Fensterverdachung mit Eichenlaubdekor

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Schmucktafel unter einem Blendfenster

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Obergeschoss des Turmes mit Rundfenster

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Turmhaube mit Schieferdach und Dekor aus Zinkblech

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Vergitterung einer Seitentür

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Gesamtanblick mit dem schräg gestellten Eckturm

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Teil der Turmfassade

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Das eindrucksvolle Gebäude ist noch gut erhalten. Namentlich einige Sandsteinpartien sind jedoch arg verwittert. Wir wünschen dem Haus eine feinfühlige Rekonstruktion und eine Wiederherstellung der Außenanlagen. Die Villa könnte ein Blickfang sein für jeden, der den Papiermühlenweg in Richtung Mylauer Straße benutzt.

Zum Abschluss zeigen wir Bilder der Villa aus der Ferne. Sie sind aufgenommen vom Tryfleweg aus, der in Obertannendorf, auf den Ausläufern der Obergrochlitzer Anhöhe gelegen ist. Der Blick richtet sich nach Osten. Hinter der imposant wirkenden Villa steigt der bewaldete Hang des Hainberges an.

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Die Villa, eingefasst von ihrer grünen Umgebung.

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