(2.2.6)  Fürstlich-Reußisches Lehrerseminar

Fürstlich-Reußisches Lehrerseminar
Anschrift: Greiz, Am Hainberg 1
Baujahr: 1883-1884, 1907 Anbau des Ostflügels
Bauherr: Fürst Heinrich XXII. Reuß ä.L.
Architekt: Fürstlicher Landbaumeister E. F. Oberländer, 1835-1891
Nutzung: Volkshochschule Greiz
Literatur: Horst Trummer: Gleitender Schulwechsel. In: Greizer Heimatkalender 2002, S.108-113

Gesamtansicht aus südöstlicher Richtung. Rechts ist ein Anbau sichtbar.

Der Eingangsbereich zeigt großen Formenreichtum:
Sims zwischen den Etagen, überwölbte Tür- und Fensteröffnungen, besondere Form der schmalen Fenster zu beiden Seiten des Portals, spezielle Gestaltung der Oberlichter von Tür und Fenstern, abwechslungsreicher Einsatz von gelb und rot.Die gleiche Unterteilung eines halbrunden, verglasten Bogenfeldes über einer Tür können wir an der Pohlitzer Kirche wieder finden. Genau wie hier ruht ein kleinerer Kreis auf zwei Halbkreisen.

Wir staunen, dass die über dem Portal angebrachte Tafel mit dem Jesuswort die Zeiten unbeschadet überstanden hat.

Detail der Südostecke mit Hauptgesims

Linke Gebäudekante

Fensterpartie im ersten Stock

Ausschnitt Fensterwölbung

Rechte Gebäudekante, an der Ostfassade ist ein Risalit zu sehen.

Wie auf dem Startbild gut zu erkennen ist, wurde der Risalit durch den im Jahre 1907 errichteten Anbau verbaut.

Das Gebäude steht zwar etwas abseits der Innenstadt, ist aber schnell zu erreichen. Und auf dem Weg dahin sind noch viele weitere Gründerzeitgebäude zu bewundern.

Stand 2010