(2.6.24)  Grabstätte Familie Gustav H. Wagner

Die Grabstätte Gustav H. Wagner zeigt eine prächtige originale Gründerzeitarchitektur. Das passt auch gut zur Jahreszahl 1894.

Das Grab wird wohl nicht mehr gepflegt und besucht. Die schön geformte schwarze Namenstafel, an welcher bereits zwei der wertvollen Halteknöpfe fehlen, trägt einen Aufkleber der Friedhofsverwaltung. Man kann nur hoffen, dass das nicht die drohende Einebnung der verwaisten Grabstätte bedeutet. Die Grabtafel ist von einem Sandsteinrahmen umschlossen. Man erkennt noch, dass der Rahmen mit einem Pflanzenornament geschmückt war. Die Verwitterung ist aber schon weit fortgeschritten. 

Der Ziergiebel des Grabmales zeigt das Relief eines Kranzes mit Schleifen und Pflanzenarrangement. Diese opulente Steinmetzarbeit, die ebenfalls Verwitterungsspuren trägt, besitzt noch viel von ihrer ursprünglichen Schönheit.

Schauen wir uns noch das Gesims unter dem Ziergiebel an. Wir sehen oben eine Leiste mit sorgfältig gearbeitetem Zahnschnitt. Darunter kleine Konsolen mit Blütenstab, der jeweils mit einer Gruppe von sechs hängenden Blattknospen besetzt ist. Zwischen den Konsolen verläuft ein Band, auf dem abwechselnd der achstrahlige Stern und die stilisierte Lilie erscheinen.

Die ehrwürdige und wertvolle Grabanlage bedarf unbedingt werterhaltender Aktivitäten.