(2.5.147)  Haus Leonhardtstraße 5


Das Gebäude weist eine bemerkenswerte Besonderheit auf:
Die Straßenfront sowie die beiden Seitenfronten sind verputzt und haben einen hellen Anstrich, die zum Park weisende Rückfront ist indessen mit rötlich-gelbem Backstein verkleidet. Die Parkseite des Gebäudes wirkt gar nicht wie eine Rückseite. Sie ist lebhaft untergliedert und reichlich mit Sandsteindekor versehen, so dass man sich fragt, welche Seite die schönere ist,
die helle, relativ glatte Straßenfront oder die gründerzeitlich geschmückte Gartenseite.


Rechts die südliche Seitenfront mit ihrem hellen Anstrich, die bestätigt, dass es sich um
ein und dasselbe Haus handelt.


 Die Straßenseite: obere Etagen, in der Mitte Treppenhausrisalit mit großen
bleiverglasten Treppenhausfenstern


Untere Etagen mit verdachter Haustür


Oberes Treppenhausfenster


Unteres Treppenhausfenster


Verdachung der Haustür


Maske im Tympanon der Türverdachung


Fassadenpartie mit Rundbogenfenster


Die mit Backstein verkleidete Gartenseite, eine reizvolle Gründerzeitfassade.
Links der Seitenrisalit, bekrönt mit einem Giebel, rechts ein leicht zurückgesetzter Gebäudetrakt, geschmückt an der rechten Ecke mit einem stattlichen runden Erker, der sich über zwei Etagen erstreckt.


Der Giebel trägt die Jahreszahl 1893.


Der Runderker


Oberste Etage des Erkers mit Haube


Gartenfront, seitlich von Süden her gesehen


Untere Etage des Erkers mit den Erkerfüßen


Die beiden überkragend gemauerten Erkerfüße


Ein schönes und interessantes Gebäude. Die Straßenfassade zeigt schon den Übergang zum Jugendstil, die Gartenfront dagegen präsentiert zum Fürstlichen Park hin eine prächtige stilreine Fassade, gestaltet nach den Formvorstellungen des Gründerzeithistorismus.
Die edle Gartenfassade kann nur aus einiger Entfernung vom Park aus betrachtet werden, denn ein steiler Abhang, üppiger Pflanzenbewuchs sowie die Gleise der Greiz-Geraer Eisenbahn stehen einer Annäherung entgegen.

Stand Mai 2010